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Instrumentenbau & Kunsthandwerk

                                         Massimo Fumagalli

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1977 wanderte ich aus nach Belgien (Melle) wo ich eine Lehre als Landschaftsgärtner anfing. 

Auf einem Handwerkermarkt traf ich Victor Nerinckx, der seine Dudelsäcke drechselte und war begeistert! 

Dudelsack spielen lernen und ein Instrument von Victor Nerinckx haben wurde mein innigster Wunsch.

Er stellte mich an in seiner Werkstatt und ich durfte den Dudelsackbau von Grund auf erlernen.

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Geschichte

Zu Diesen Zeiten lebte ich in Lozzo Atestino (bei Padua) wo ich meine Werkstatt hatte. 

Als ich aber in die Schweiz übersiedelte verlor ich viele Kontakte und auch der Instrumentenbau als Haupttätigkeit trat in den Hintergrund. 

Seit 2011 lebe ich im Berner Jura, wo ich mein Werkstatt wieder eröffnet habe.

So entstand die ERSTE REKONSTRUKTION der venetianischen Piva in Norditalien. 

Kurz darauf entwickelte ich ein eigenes Design.

Wir spielten meine Piva in der Gruppe und verbreiteten das Instrument als „ PIVA“ bzw. „BAGA“ veneta.

Mit  Calicanto gingen wir davon aus, dass wahrscheinlich die Piva (auch „Baga“ genannt) im Agordo Gebiet ähnlich der Piva di Mareto sein müsste, weil diese Instrumente hauptsächlich von Hirten gespielt wurden und es deutlich klar war, dass die Hirten aus dem Appennino bis ins Süd Tirol mit ihren Herden während dem Sommer weideten. 

So machte ich eine Kopie von der Piva di Mareto wobei ich mich auch an den Fresco Bilder von Giorgione orienierte.  

Die Intonation des Instrumentes war leider irgendwie zwischen F und Fis, nie richtig zu stimmen, und überhaupt in unserer Gruppe unbrauchbar. 

Ich fing dann an, einige Modifizierungen an der Spielpfeife zu machen: wir brauchten ein Instrument in G, möglichst stabil und nicht zu laut, weil wir auch mit Geigen spielten. 

Wir wussten, dass es früher eine Piva im Veneto gab: mehrere Hinweise sprachen dafür, z. Bsp. ein Fresco in Castelfranco Veneto, von Giorgione gemacht.

Auch unsere Feldrecherche ergab, dass bis ca. 1880, 1890  in der Region von Agordo so „ ein Instrument mit einem Sack, das viel Lärm gemacht hat  und das wie ein Ziege  ausgesehen hat,  die Leute früher hier gespielt haben“.

Der letzte Spieler sollte aber um die Jahrhundertwende gestorben sein und sein Instrument wurde nie gefunden. 

Die Melodien jener Region sind aber deutlich mit Dudelsack spielbar, (Manfrine, Valsivien, einfache  Furlana). 

Auf meinem Weg traf ich „Bani“ Ettore Losini, der  sich mit der Rekonstruktion des Piffero  beschäftigte.

Er lieh mir eine Piva emiliana (diesmal ein Originalintrument, die sogenannte „Piva di Mareto“) aus, die ich gründlich studieren konnte.

Im Jahr 1980 kehrte ich nach Italien zurück und richtete meine eigene Werkstat ein. 

Breughel Modell oder Moezelzack, wie ich bei Victor gelernt hatte wurden meine ersten Instrumente.

Ich kam in Kontakt mit der Cooperativa Musicale in Padua, die sich mit organisieren von Konzerten und Musikkursen beschäftigte. 

Dort habe ich Roberto Tombesi getroffen und zusammen gründeten wir die Musikgruppe „Mazariol“. 

Damals spielten wir v. a. keltische Stücke. 

Irgendwann kam die Idee, uns besser zu profilieren. 

Wir gründeten  die Gruppe „Calicanto“ (siehe auch www.calicanto.it).

Die Idee der Gruppe war  hauptsächlich Venezianische Tanzmusik mit Originalinstrumenten zu spielen. Solange ich in Italien lebte, bis 1984 spielte ich vor allem mit Calicanto.